{"id":19841,"date":"2024-04-06T06:48:08","date_gmt":"2024-04-06T05:48:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.aletheia-scimed.ch\/?p=19841"},"modified":"2024-04-06T06:48:08","modified_gmt":"2024-04-06T05:48:08","slug":"erlebnis-das-unter-die-haut-ging","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aletheia-scimed.ch\/de\/erlebnis-das-unter-die-haut-ging\/","title":{"rendered":"Erlebnis, das unter die Haut ging"},"content":{"rendered":"<p><strong><u>Eine Erfahrung, die mir unter die Haut ging<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Wir erhielten im Pflegeheim eine Anfrage f\u00fcr einen \u00dcbertritt aus dem Spital. Es handelte sich um eine Frau mit Jahrgang 1974 aus einem andern Erdteil, mit einer\u00a0 komplexen Krankheitsgeschichte im Endstadium. Wir w\u00fcrden ihre letzte Station in diesem irdischen Leben sein. Die Frau sprach kaum Deutsch und nur wenig Englisch. Ihr Ehemann ist zur Zeit inhaftiert. Das Spital suchte seit l\u00e4ngerer Zeit einen Platz f\u00fcr sie \u2013 keiner wollte sie, das Spital konnte sie nicht mehr behalten\u2026<\/p>\n<p>Nach l\u00e4ngerem Hin und Her und vielen Abkl\u00e4rungen entschlossen wir uns, die Frau bei uns aufzunehmen.<\/p>\n<p>Sie kam bereits stark geschw\u00e4cht bei uns an und konnte das Bett nicht mehr verlassen. Die Betreuung gestaltete sich als sehr herausfordernd, da die sprachliche Barriere und die Komplexit\u00e4t ihrer Geschichte einiges mit sich brachte, was wir uns im Heimalltag nicht gewohnt waren.<\/p>\n<p>Das Team meisterte die Situation aber wunderbar und die Angeh\u00f6rigen zeigten sich \u00e4usserst dankbar und kooperativ.<\/p>\n<p>Ein paar Tage nach Eintritt bei uns durfte ihr Ehemann sie in Begleitung zweier Securitas besuchen kommen. (Es war ein grosser Wunsch unserer Bewohnerin, dass ihr Mann in ihren letzten Stunden an ihrer Seite sein kann.)<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag verschlechterte sich der Zustand der Frau rasant. Nach dem Mittag zeichnete sich ab, dass das Ende dieses irdischen Lebens naht. Die Angeh\u00f6rigen und das Gef\u00e4ngnis wurden informiert.<\/p>\n<p>Ich entschied, bei der Frau zu bleiben, wollte sie nicht mehr alleine lassen. Nach und nach wich ihre Lebenskraft. Da kam meine Kollegin mit dem Telefon ins Zimmer. Der Ehemann war am Apparat und sie hielt den H\u00f6rer der Frau an Ohr; der Mann sprach die ganze Zeit zu ihr. Ich hielt meine H\u00e4nde an den F\u00fcssen der Frau und sp\u00fcrte bald, dass der Engel kommt, um die Frau abzuholen. Sie liess sich ohne Z\u00f6gern in seine Arme gleiten und ging mit ihm ins Licht, wo sie bereits von ganz vielen Seelen erwartet wurde. Es f\u00fchlte sich an wie ein grosses Fest, voller Liebe, Freude und Leichtigkeit.<\/p>\n<p>Der Mann sprach immer noch \u00fcbers Telefon zu seiner Frau. Wir liessen ihn noch eine Weile reden, dann nahm ich den H\u00f6rer und verk\u00fcndete ihm, dass seine Frau, w\u00e4hrend er mit ihr gesprochen hat, verstorben ist. Er war sehr ber\u00fchrt und zutiefst dankbar, dass er auf diese Weise bis zum letzten Atemzug bei ihr sein konnte.<\/p>\n<p>Die Angeh\u00f6rigen trafen kurz darauf bei uns ein und waren tief bewegt von den ganzen Geschehnissen der letzten Tage.<\/p>\n<p>Eines war f\u00fcr alle klar: es hat sich alles so gef\u00fcgt, wie es richtig war.<\/p>\n<p>Mich hat dieses Erlebnis, ja die ganze komplexe Situation, tief ber\u00fchrt und ersch\u00fcttert. Ich f\u00fchle mich \u00abtraurig-sch\u00f6n\u00bb ber\u00fchrt und erf\u00fcllt mit Liebe und Dankbarkeit.<\/p>\n<p>Es ehrt mich und erf\u00fcllt mich mit Demut, dass ich Vermittlerin sein darf zwischen den Welten und zwischen den Menschen. Und es ehrt mich, dass ich an einem Ort in unserem Gesundheitswesen arbeiten darf, wo menschenw\u00fcrdiges Handeln noch Platz hat.<\/p>\n<p>Ich f\u00fchle, dass durch dieses Ereignis ein gewaltiger Strom an Liebe und hoch schwingenden Energien freigesetzt wurde, die ich gerne weiterfliessen lasse.<\/p>\n<p>Du kannst Dich, wenn Du m\u00f6chtest, f\u00fcr diesen Strom \u00f6ffnen, ihn in Dein Herz lassen und von da in Deinen ganzen K\u00f6rper, in jede Deiner Zellen, in alle Deine Ebenen fliessen lassen. Durch das Lesen des Textes bist Du mit dem Strom verbunden, es braucht einfach Deine Entscheidung, Dich\/Dein Herz daf\u00fcr zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Wir sind alle mit allem verbunden, Du bist genau so ein Teil des Ganzen wie ich auch, wie jede Seele in unserm Universum.<\/p>\n<p>M\u00f6ge Liebe die Kraft sein, die uns alle verbindet.<\/p>\n<p>M\u00f6ge g\u00f6ttlicher Segen uns alle erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>NAMAST\u00c9<\/p>\n<p>DANKE, dass ich dieses Erlebnis mit Dir teilen durfte.<\/p>\n<p>U.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Erfahrung, die mir unter die Haut ging Wir erhielten im Pflegeheim eine Anfrage f\u00fcr einen \u00dcbertritt aus dem Spital. Es handelte sich um eine Frau mit Jahrgang 1974 aus einem andern Erdteil, mit einer\u00a0 komplexen Krankheitsgeschichte im Endstadium. Wir w\u00fcrden ihre letzte Station in diesem irdischen Leben sein. 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