{"id":20364,"date":"2024-06-15T14:14:01","date_gmt":"2024-06-15T13:14:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.aletheia-scimed.ch\/?p=20364"},"modified":"2024-06-18T11:25:28","modified_gmt":"2024-06-18T10:25:28","slug":"zeitgeschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aletheia-scimed.ch\/de\/zeitgeschichte\/","title":{"rendered":"Zur Zeitgeschichte &#8211; von Matthias Gartenmann"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Freunde und Bekannte,<br \/>\nEin langes Wochenende bietet immer wieder die M\u00f6glichkeit vieles zu lesen, zu \u00fcberlegen und allenfalls zusammenzufassen. So entstand das Nachfolgende, was mich ziemlich nachdenklich stimmt und ein Grund zum Teilen ist.<\/p>\n<p>Die Krisenherde auf unserem Planeten nehmen zu. Man denke einerseits an Ostasien (Taiwan-China, Gelbes Meer), in Westasien (Iran, Israel, Pal\u00e4stina) oder im Osten Europas (Ukraine)und andererseits an das Finanzsystem (Schulden, Inflation, Defizite) sowie die damit verbundene internationale Ordnung.<br \/>\nUm es vorwegzunehmen; ich bin nach wie vor felsenfest davon \u00fcberzeugt, dass die Mehrheit der Menschen aller V\u00f6lker Frieden, Ordnung und ein Auskommen zum Leben w\u00fcnscht und keine kriegerischen Absichten hegt.<\/p>\n<p>Wieso gelingt es nicht den Frieden zu erhalten?<br \/>\nGanz abgesehen vom Willen \u00fcberhaupt einen Versuch zu unternehmen, Frieden zu schaffen, ist es einerseits schwierig, zeitaufw\u00e4ndig und kompliziert, und es ben\u00f6tigt andererseits auch Werkzeuge, Institutionen und intellektuelle F\u00e4higkeit (nicht Ideologien).<br \/>\nWir hatten in der Vergangenheit (Ende des kalten Krieges 1989) eine Kultur des Dialogs, der Diplomatie in Regierungen, Milit\u00e4r und staatlicher Verwaltung, die in der Lage war den Dialog aufzunehmen, Vertrauen aufzubauen, Abkommen auszuhandeln, zu unterzeichnen und diese zu leben, respektive umzusetzen.<br \/>\nAufgewachsen in der Zeit des kalten Krieges erinnere ich mich an die Hoffnung und die Freude, als Gorbatschow und Reagan das Abkommen 1989 ausgehandelt hatten. <\/p>\n<p>Wie sind wir nun wieder in einer brandgef\u00e4hrlichen Situation gelandet?<br \/>\n1971 hat Nixon die Goldbindung aufgehoben, was die Menge an US$ bis dahin begrenzt hatte. Der Geldsch\u00f6pfung wurden Tor und T\u00fcren ge\u00f6ffnet, was Schulden und Inflation stark ansteigen liess. Die Geldsch\u00f6pfung durch Kreditvergabe erreichte 2020 ein Niveau, auf welchem nur noch die Covid-Plandemie die Kreditvergabe erweitern konnte, denn es gab keine neuen M\u00e4rkte, Konsumenten und Rohstofffelder mehr.<\/p>\n<p>Mit dem Krieg gegen die Volksrepublik Jugoslawien 1999, der ohne jegliche UNO-Resolution durch die NATO, per Definition ein Verteidigungsb\u00fcndnis, begonnen wurde, wurde das V\u00f6lkerrecht erstmals nach dem kalten Krieg gebrochen. Des Weiteren wurden in den Folgejahren die Mehrzahl der Abr\u00fcstungs- und Kontrollvertr\u00e4ge meist einseitig aufgek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Mit der Transformation der EU von einem Wirtschaftsb\u00fcndnis in ein geopolitisches Konstrukt (ausser NATO-Mitglied T\u00fcrkei) wurde ein neues nicht-nationalstaatlich organisiertes Konstrukt unter amerikanischer Herrschaft geschaffen. Damit wurden die bis anhin eigenst\u00e4ndigen nationalen aussenpolitischen Positionen eliminierte. Die gesamte politische Energie der Mitgliedstaaten wurde durch die internen Verteilk\u00e4mpfe sowie die rasch ansteigenden Schulden absorbiert. Hiermit gelang den Amerikanern einerseits die Vasallisierung Europas und anderseits die Expansion in den Osten. <\/p>\n<p>Der New World Order, losgel\u00f6st von der UNO, war der selbstherrliche Startschuss f\u00fcr die endlosen amerikanischen Kriege im Irak, Syrien, Libanon, Somalia, Sudan und Iran (geplant) unter der F\u00fchrung des milit\u00e4risch-Industriellen Komplexes der USA. (Interview General Leslie Clark [2001])<\/p>\n<p>Die westliche Politik hat Diplomatie durch simple Propaganda ersetzt, Staatsr\u00e4son durch billige Ideologie abgel\u00f6st, Geschichte vergessen und den gegenseitigen Respekt in den M\u00fclleimer geworfen oder zumindest grobfahrl\u00e4ssig vernachl\u00e4ssigt. In Amerika hat der milit\u00e4risch-industrielle Komplex in Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten die Herrschaft in der Aussenpolitik \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Die nationalen Politiker des Westens, verfassungsrechtlich dem Volke verpflichtet \u2013 Schaden abzuwenden und dessen Wohl zu f\u00f6rdern \u2013 wurden ersetzt durch ungebildete Selbstdarsteller ohne jegliches Verantwortungsbewusstsein. Paradebeispiele hierf\u00fcr d\u00fcrften die d\u00fcmmste Aussenministerin Europas sein, Frau Baerbock oder der schweizerische Pausenclown Cassis.<\/p>\n<p>In den Verwaltungen sind die Intellektuellen, die \u00fcber die F\u00e4higkeiten verf\u00fcgten, L\u00f6sungen zu erarbeiten durch ideologiekonforme Ja-Sager ersetzt worden, die nie das Richtige tun werden, und die auch nie gegen eine Vorgabe verstossen werden. <\/p>\n<p>Sehr systematisch wurde die Presse in ein Propagandainstrument verwandelt, wobei die Internettechnologie von grossem Nutzen war. Die Presse erf\u00fcllt nur noch die PR-Aufgaben der Regierenden ohne den geringsten Widerspruch in Erw\u00e4gung zu ziehen. In der Konsequenz k\u00f6nnen somit die Narrative nach Belieben gepflegt und verbreitet werden.<\/p>\n<p>Die Folgen waren die rasche Verschuldung im Westen, Finanzkrisen, Farbenrevolutionen (Ukraine), der Covidkrieg sowie der Aufbau einer Armee in der Ukraine.<br \/>\nDas wahnsinnige Ziel der westlichen Globalisten war und ist es, Russland einerseits mit Sanktionen und andererseits mit der ukrainischen Armee zu erschlagen, aufzuteilen und die Ressourcen zu beschlagnahmen. (Letzteres ist notwendig um die enorme Verschuldung durch neues Kapital zu kompensieren). China und Russland akzeptieren diesen wahnsinnigen Plan nicht und setzen sich entschlossen mit Vehemenz dagegen. <\/p>\n<p>Der Plan ist grandios gescheitert!<br \/>\nRussland und China haben eine sehr solide Allianz geschlossen, die in wirtschaftlichen, milit\u00e4rischen und politischen Bereich sehr gute Resultate vorweisen kann.<\/p>\n<p>Die russische Armee erweist sich als taktisch, technisch, logistisch in hohem Masse \u00fcberlegen und hat einen grossen R\u00fcckhalt in der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Milit\u00e4risch versagen in der Ukraine sowohl die westlichen Waffen (Schrott) wie auch die Einsatzdoktrin aus dem 2. Weltkrieg sowie aus den K\u00e4mpfen gegen Entwicklungsl\u00e4nder, was zur Folge hat, dass die Welt mit der enormen Zahl von \u00fcber 1 Mio. toten Ukrainern konfrontiert ist. (Angaben variieren stark nach Quelle; nicht realistisch sind die offiziellen ukrainischen Angaben)<\/p>\n<p>Viele L\u00e4nder wollen sich den BRICS anschliessen, neue Handelsabkommen schliessen und den Warenaustausch in andern W\u00e4hrungen begleichen als dem US$, unter anderem da sie sonst Sanktionen f\u00fcrchten.<\/p>\n<p>Die Kapitalstr\u00f6me teilen sich nun zunehmend, getrieben durch Sanktionen, De-Dollarisierung und Beschlagnahmung von Kapital aus ungeliebten L\u00e4ndern aufgrund von politischen Vorgaben. China hat alleine in den ersten 3 Monaten des Jahres 2024 US-Staatsanleihen in der H\u00f6he von mindestens 53 Mrd. US$ verkauft.<\/p>\n<p>Die Glaubw\u00fcrdigkeit von westlich gef\u00fchrten Institutionen verf\u00e4llt oder diese werden zunehmend irrelevant.<\/p>\n<p>Die gegenw\u00e4rtigen westlichen Regierungen sind korrupt, unglaubw\u00fcrdig und haben zunehmend eine bescheide Akzeptanz und sind aus moralischer Sicht kaum tragbar. (Covid, Ukraine und insb. Israels Genozid in Gaza). Inwiefern sie abgew\u00e4hlt werden k\u00f6nnen und in Anstand zur\u00fccktreten w\u00fcrden, bezweifle ich sehr. Sie werden alles daran setzen an der Macht zu bleiben.<\/p>\n<p>Haben Europa und Amerika einen Plan B? Die kurze Antwort lautet: Nein!<br \/>\nUngeachtet der erb\u00e4rmlichen Resultate des gescheiterten Eroberungskrieges wird die Eskalation seitens des Westens mit grosser Energie, endlosen L\u00fcgen und enormen zus\u00e4tzlichen Schulden weiter vorangetrieben. Interesse an Frieden und Verhandlungen haben weder Europa noch die USA. Die Lage ist mittlerweile brisanter als im tiefsten kalten Krieg und somit sehr gef\u00e4hrlich!! (Douglas Macgregor)<\/p>\n<p>Was sind die Konsequenzen, respektive wie wird die Geschichte finanziell und milit\u00e4risch weitergehen oder enden?<\/p>\n<p>Wir werden vermutlich fr\u00fcher als sp\u00e4ter mit einem gewaltigen Systembruch konfrontiert sein, der unsere heutigen Vorstellungen bei weitem \u00fcbersteigt! <\/p>\n<p>Dies d\u00fcrfte einerseits den immer unvermeidbarer werdenden grossen Konflikt mit Russland, China und dem Iran sein und andererseits den Kollaps des Finanzsystems beinhalten. <\/p>\n<p>Ersteres heisst Elend, Zerst\u00f6rung und Sterben. Zweites heisst neue W\u00e4hrungen und fundamentale Neubewertungen, Saldierungen und vermutlich Armut. Zusammenfassend: Das ist der wahre Great Reset!<\/p>\n<p>Letztlich wird es aber in der Folge auch wieder Neuaufbau bedeuten.<\/p>\n<p>Was kannst Du tun oder was solltest Du tun?<\/p>\n<p>Vorsorgen: Es gibt unz\u00e4hlige Checklisten f\u00fcr das Anlegen von Vorr\u00e4ten und Waren. Keine wird grunds\u00e4tzlich falsch sein und jede kann nach eigenem Gutd\u00fcnken erweitert werden. Das Wichtigste ist: tun, machen!<\/p>\n<p>Informieren: Informiere dich ausserhalb der g\u00e4ngigen Presse und Fernsehkan\u00e4len. Wer informiert ist, kann gezielt handeln. Den Kopf in den Sand stecken, ist nicht die L\u00f6sung.<\/p>\n<p>Lernen: Erweitere dein Wissen und erwerbe Kenntnisse, die dir helfen schwierige Zeiten zu \u00fcberwinden. Dies kann von Gartenbau hin bis zur Krankenpflege vieles sein. Das Thema muss letztlich auch gefallen denn es muss auch Motivation und Zufriedenheit stiften. Das Wichtigste: entscheiden und starten!<\/p>\n<p>Netzwerkpflege: Pflege dein Netzwerk von Freunden, Bekannten und Nachbarn, denn alleine k\u00f6nnte es hart werden. Wir sind soziale Wesen, die sich austauschen m\u00fcssen, die gemeinsam etwas beurteilen und erschaffen m\u00fcssen. Netzwerke muss sich jeder selber schaffen. <\/p>\n<p>Meine Grossmutter pflegte zu sagen, dass geteiltes Leid halbes Leid sei und geteilte Freude doppelte Freude sei.<\/p>\n<p>Aletheia legt grossen Wert auf lokale Netzwerke, die Weiterbildung anbieten und Freundschaften pflegen. Wir sind \u00fcberzeugt, dass menschenw\u00fcrdige Medizin und Wissenschaft nur in einer Gemeinschaft aufleben kann.<\/p>\n<p>Matthias Gartenmann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Freunde und Bekannte, Ein langes Wochenende bietet immer wieder die M\u00f6glichkeit vieles zu lesen, zu \u00fcberlegen und allenfalls zusammenzufassen. So entstand das Nachfolgende, was mich ziemlich nachdenklich stimmt und ein Grund zum Teilen ist. Die Krisenherde auf unserem Planeten nehmen zu. 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