{"id":6831,"date":"2022-08-18T13:00:46","date_gmt":"2022-08-18T11:00:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.aletheia-scimed.ch\/?p=6831"},"modified":"2022-08-19T08:01:40","modified_gmt":"2022-08-19T06:01:40","slug":"erlebnisse-eines-bestatters-in-der-plandemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.aletheia-scimed.ch\/de\/erlebnisse-eines-bestatters-in-der-plandemie\/","title":{"rendered":"Erlebnisse eines Bestatters in der P(l)andemie!"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Systemrelevant<\/strong><\/h2>\n<p>Es gab schon lange vor der Pandemie F\u00e4lle, in denen die Bestatter zum Einsargen Masken tragen mussten (Tuberkulose z.B. ist auf dem Vormarsch), die Masken wurden aber meist vom Spital gestellt.<br \/>\nMit Beginn der Pandemie \u00e4nderte sich das sowieso, als dann die Mund-Nasen-Schutz-Pflicht ausgerufen wurde.<br \/>\nUnser Krisenstab im BAG hatte aber vergessen, die Bestatter als systemrelevant einzustufen und so war es fast unm\u00f6glich, Masken oder Handschuhe zu kaufen. Sie wurden aber Pflicht, viele behalfen sich dann mit selbstgen\u00e4hten Masken. Dies wurde in der ersten Zeit akzeptiert.<\/p>\n<h2><strong>Leichenfledderei w\u00e4hrend des 1. Lockdowns<\/strong><\/h2>\n<p>Vor allem in Institutionen wurde meines Erachtens Leichensch\u00e4ndung begangen. Oftmals mussten wir mit der \u00dcberf\u00fchrung Verstorbener zuwarten, da uns mitgeteilt wurde, dass zuerst der Corona-Test, wohlbemerkt am Verstorbenen, gemacht werden m\u00fcsse, ehe man \u00dcberf\u00fchren k\u00f6nne.<br \/>\n(Aufbahrung Positiver war\/ist nicht gestattet, nur mit geschlossenem Sargdeckel. Da macht ja die Aufbahrung wirklich Sinn).<br \/>\nAngeh\u00f6rige haben dann berichtet, dass ihnen mitgeteilt wurde, der Test sei zwar negativ, ob man nicht dennoch C. als Todesursache notieren d\u00fcrfe, es g\u00e4be dann eine Aufwandentsch\u00e4digung f\u00fcr die Institution von der Versicherung.<\/p>\n<h2><strong>Sie kommen hier nicht rein<\/strong><\/h2>\n<p>Anmeldungsversuch zur Abholung eines Verstorbenen per Telefon, w\u00e4hrend des ersten Lockdowns:<\/p>\n<p>B: Guten Tag, hier ist Bestattung XY. Wir w\u00fcrden um 11 Uhr Herrn YX abholen und \u00fcberf\u00fchren.<br \/>\nT: Sie k\u00f6nnen nicht kommen, es ist zu, niemand kann rein.<br \/>\nB: Haben Sie nicht richtig verstanden? Ich bin von der Bestattung.<br \/>\nT: Ja, aber es kann niemand rein.<br \/>\nB: Aber wir m\u00fcssen.<br \/>\nT: Geht nicht.<br \/>\nB: Ich wiederhole nochmals. Ich bin von der Bestattung XY, wir m\u00fcssen den Verstorbenen YX abholen.<br \/>\nT: Niemand kann kommen.<br \/>\nB: Ok, dann m\u00fcssen Sie halt schauen, wie Sie den Verstorbenen gek\u00fchlt aufbewahren, bis wir wieder rein d\u00fcrfen.<br \/>\nT: Was? Wer? Von wo sind Sie?<br \/>\nB: Bestattung XY<br \/>\nT: Ach so, ja nat\u00fcrlich, Sie m\u00fcssen ja rein!<\/p>\n<h2><strong>Keine Erdbestattung<\/strong><\/h2>\n<p>Verschiedene Gemeinden teilen den Bestattern mit, dass keine Erdbestattung von an C. erkrankten Verstorbenen stattfinden kann, nur Urnenbeisetzung. Dies, obwohl der Bund dies nie vorgegeben hat. Die Gemeinden berufen sich auf ein Infektionsschutzgesetz.<\/p>\n<h2><strong>Revision von Krematorien<\/strong><\/h2>\n<p>In den Wintermonaten ist in der Deutschschweiz praktisch immer ein Krematorium in Revision. Je nach Sterbef\u00e4llen, kann das immer mal eine \u00dcberlastung geben, da die Verstorbenen dann auf andere Krematorien verteilt werden m\u00fcssen. Im Winter 20\/21 gab es einen grossen Artikel in der Zeitung \u00abBlick\u00bb, dass ein Krematorium einen K\u00fchlcontainer in Betrieb genommen habe, da es so viele Verstorbene gegeben h\u00e4tte und sie mit den Kremationen nicht nachkommen w\u00fcrden. Das Krematorium wurde aber in der Zeit revidiert und nicht alle K\u00fchlr\u00e4ume konnten benutzt werden. Der K\u00fchlcontainer war dennoch nie am Strom!<\/p>\n<h2><strong>Begrenzungen<\/strong><\/h2>\n<p>Vor allem w\u00e4hrend des 1. Lockdowns durften viele Angeh\u00f6rige ihre verstorbenen Eltern\/Verwandten nicht begleiten. Wenn doch, dann wurde z.B. begrenzt (Zeit, Personenzahl), nat\u00fcrlich in Vollmontur und ohne Ber\u00fchrungen, oftmals auch nur, wenn negativ getestet.<br \/>\nOder die Angeh\u00f6rigen mussten entscheiden, jemand darf zum Verstorbenen, dann aber nicht zur Beisetzung.<br \/>\nBeisetzungen waren teils auch so tragisch. Begrenzung auf 5 Personen, das hiess konkret:<br \/>\nPfarrer\/Priester und 4 Angeh\u00f6rige, nur auf dem Friedhof und nat\u00fcrlich voll vermummt.<\/p>\n<h2><strong>Zertifikatspflicht<\/strong><\/h2>\n<p>Die Kirche hat die Spaltung mit der Einf\u00fchrung des Zertifikates auch f\u00fcr Beisetzungen\/Abdankungen voll unterst\u00fctzt.<br \/>\nIm Herbst-Lockdown 2021 wurde dann auch in vielen Institutionen eine Zertifikatspflicht f\u00fcr Bestatter eingef\u00fchrt. Entweder geimpft, genesen oder getestet. Der Verstorbene k\u00f6nnte ja wohl ein zweites Mal versterben, w\u00fcrde ihn ein Bestatter ohne Zertifikat abholen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich k\u00f6nnte noch einiges mehr \u00fcber diese Zeit berichten, belasse es aber damit.<\/p>\n<p>Nun, im Sommer 2022 kommt so langsam wieder die Masken-Pflicht zur\u00fcck. Ich bin gespannt auf den Herbst, was sie uns da wieder f\u00fcr Unsinnigkeiten aufzwingen wollen. Affenpocken lassen ja schon mal wieder gr\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Systemrelevant Es gab schon lange vor der Pandemie F\u00e4lle, in denen die Bestatter zum Einsargen Masken tragen mussten (Tuberkulose z.B. ist auf dem Vormarsch), die Masken wurden aber meist vom Spital gestellt. Mit Beginn der Pandemie \u00e4nderte sich das sowieso, als dann die Mund-Nasen-Schutz-Pflicht ausgerufen wurde. 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